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„Wir werden Vollgas geben“ Wessels zurück in Niedersachsen Everton weiter auf Kurs FC Basel holt das Double! Es ist vollbracht: Eine Woche nach dem souveränen Cup-Sieg hat der FC Basel 1893 am vergangenen Sonntag auch den Rivalen Young Boys Bern geschlagen und sich damit den Meistertitel gesichert. Bereits vor dem letzten Spiel der Axpo Super League hatte der FCB den Punktrückstand, der im Laufe der Saison bis zu 13 Punkte betrug, aufgeholt und dank eines besseren Torverhältnisses die Tabellenspitze ergattert. So kam es im Stade de Suisse Wankdorf am Ort des WM-Sieges der deutschen Nationalmannschaft 1954 zum Titelduell: Die Mannschaft, die als Sieger vom Platz gehen würde, wäre Schweizer Meister 2010.
In einem gut anzusehenden Spiel überzeugten die Gäste aus Basel über die gesamte Spielzeit und siegte souverän und ungefährdet mit 0:2. Die mitgereisten Basler Fans stürmten nach dem Schlusspfiff den Berner Kunstrasen und feierten die Double-Gewinner. „Es war ein toller Tag. Wir waren vor dem Spiel selbstbewusst, wussten aber auch, dass die Berner durch den Kunstrasen einen Vorteil auf ihrer Seite hatten. Aber wir haben uns dadurch nicht verunsichern lassen, haben unser Spiel durchgezogen und verdient gewonnen. Ich bin sehr stolz, Teil dieser tollen Mannschaft zu sein“, so Stefan Wessels nach dem Double.
Nach dem Sieg fuhren die Basler zurück und feierten auf dem „Barfüsserplatz“ in Basels Innenstadt zusammen mit unzähligen Fans. Die letzten Meter legte die Mannschaft von Thorsten Fink nicht mit ihrem Mannschaftsbus zurück, sondern mit Harley Davidsons – und fuhren durch die feiernde Menge. „Wir haben es genossen, dass diese Saison so schön und erfolgreich ausgegangen ist. Immerhin ist Basel nicht als absoluter Favorit in die Saison gegangen“, so Stefan Wessels, der mit dem Sieg auch seine Zelte in Basel abgebrochen hat. „Ja, ich werde Basel verlassen und eine neue Aufgabe suchen. Von vornherein war klar, dass ich beim FCB nur bis zu diesem Sommer bleiben würde. Die Zeit war schön, ich habe viel Freude gehabt und in einigen wichtigen Spielen, z.B. gegen den AS Rom, der Mannschaft geholfen, auch in den Zeiten, in denen ich nicht spielte.“ Der FC Basel 1893 holt Pokal! Seiner Titelsammlung konnte Stefan Wessels am vergangenen Sonntag einen weiteren hinzufügen: den schweizerischen Pokal. Durch ein deutliches 6:0 gegen FC Lausanne-Spprt im heimischen St. Jakob-Stadion hat der FC Basel erneut bewiesen, der „FC Bayern München der Schweiz“ zu sein und damit im Meisterschaftskampf ein deutliches Zeichen gesetzt.
„Ich bin voller Freude – schön, dass wir den ersten Titel der Saison holen konnten. Wir haben überverdient gewonnen und gehen nun gestärkt in die letzten beiden Saisonspiele“, so der FCB-Torwart Stefan Wessels, der erst im Oktober 2009 zu den Baslern gestoßen war. In den letzten beiden Spielen am kommenden Donnerstag gegen Xamax Neuchatel und am Sonntag, dem 16. Mai 2010, gegen Young Boys Bern geht es dann um den Meistertitel. „Wir sind guter Dinge, dass wir den Rückstand auf Bern entweder schon am Donnerstag wett machen oder dann im Endspiel am Sonntag die Berner überholen. Wir haben alle Fäden in der Hand. Wir sind heiß auf den Titel!“, macht Wessels die Ambitionen deutlich. Noch liegt der FC Basel 1893 drei Punkte hinter YB Bern. Durch das bessere Torverhältnis jedoch ist durch zwei Siege in den letzten beiden Spielen die Meisterschaft in greifbarer Nähe. Stefan Wessels zum FC Basel Am Freitagmorgen hat Stefan Wessels nach der obligatorischen sportärztlichen Untersuchung einen Vertrag beim schweizerischen Erstligisten FC Basel 1893 unterschrieben. Der FC Basel belegt zur Zeit den dritten Platz in der Axpo Super League und nimmt an der UEFA Europe League teil. Nach drei Spieltagen in der Europe League und einem 0:2-Sieg in Sofia führt der FC Basel die Tabelle in der Gruppe E, in der neben dem FCB und Sofia auch AS Rom sowie der FC Fulham spielen, an. Trainer der Basler Mannschaft ist Thorsten Fink. „Der FCB ist ein Traditionsverein und eine Topadresse in der Schweiz. Als die Verantwortlichen des FCB mit uns Kontakt aufgenommen haben und ich ein sehr gutes Gespräch mit Thorsten Fink geführt habe, den ich ja noch aus gemeinsamen Zeiten bei Bayern München kenne, war ich überzeugt, dass ich zum FCB passe und der Verein zu mir. In Basel finde ich absolut professionelle Strukturen vor und tolle Fans“, erklärte Stefan Wessels seine Entscheidung. Der Vertrag von Wessels endet am 30. Juni 2010 und ist zustande gekommen, weil sich der etatmäßige Stammtorwart der Basler, Franco Costanzo, nach einer Patellasehnenverletzung einer Operation unterziehen musste und längerfristig ausfällt. Die entstandene Lücke soll Stefan Wessels schließen, wobei klar ist, dass der FCB zunächst weiterhin der „Nummer Zwei“, Massimo Colomba, das Vertrauen ausspricht. „Ich komme nach Basel, um meine Erfahrung einzubringen und da zu sein, wenn ich gebraucht werde. Im Training werde ich mich einbringen und selbstverständlich alles geben, um zu spielen – diesen Ehrgeiz hat jeder Spieler“, so Stefan Wessels zur Torwartsituation beim FC Basel. Seinem ersten Arbeitstag am Montag wird schon Mittwoch das erste Spiel folgen. Der FC Basel muss beim FC Zürich antreten. Das erste internationale Spiel steht am 5. November im Joggeli – so der „Spitzname“ des Basler St. Jakob Parks - gegen CSKA Sofia an. Durch die Verletzung von Costanzo und eine entsprechende Ausnahmeregelung für Torhüter in den UEFA-Statuten kann der FC Basel Stefan Wessels auch für die Europe League nachmelden. „Ich bin glücklich, nach der Zeit meiner Vertragslosigkeit nun einen passenden Verein gefunden zu haben. Bis zur heutigen Unterschrift musste ich einen langen Atem beweisen – der europäische Transfermarkt war für Torhüter in diesem Sommer quasi nicht existent. Auch wenn die letzten Wochen für mich nicht die einfachsten in meiner Karriere gewesen sind, zeigt mir die aktuelle Entwicklung, dass es richtig war, auf das richtige Angebot zu warten und nicht in Panik zu verfallen und das erstbeste anzunehmen“, resümiert Stefan Wessels. |
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